Aktuell im FENSTER:
“Artefakte”
VON Dominik Schlumpf
24/7 VISIBLE @Birmensdorferstrasse 108 / 8003 Zürich ✨
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Einführung in die Ausstellung:
Die Serie «Artefakte» markiert einen Übergang und verbindet meine bisherigen Arbeiten der letzten Jahre mit einer neuen, inneren Bildwelt. Die Werke erscheinen in Form von Artefakten, die aus den Ruinen einer von mir erdachten, imaginären Welt gerettet wurden. Im Zentrum stehen geheimnisvolle Figuren und Zeichen. Diese Werke stellen keine blossen Abbildungen dar. Vielmehr widerspiegle ich Bilder aus meinem Geist. Es handelt sich um Sammlungen von persönlichen, emotionalen oder geistigen Erfahrungen, Dinge, die ich erlebt, empfunden oder verarbeitet habe und verwandle sie durch den künstlerischen Prozess in etwas sichtbares, fassbares.
Wie bist Du aufgewachsen?
Ich bin sehr familiär und mit viel Geborgenheit aufgewachsen. Meine Kindheit habe ich hauptsächlich in Wallisellen und Dietlikon verbracht, also eher in einer ländlichen Umgebung. Mit 17 bin ich für drei Jahre nach Kanada gezogen, was für mich eine sehr prägende und spannende Zeit war. Danach habe ich etwa dreieinhalb Jahre in Lugano gelebt, bevor ich 2014 in Baar mein Zuhause gefunden habe.
2. Was macht Dich als Person aus?
Meine Neugier, mein vielfältiges Interesse, meine Kreativität und mein analytisches Denken sowie meine weltoffene Art.
3. Was fällt Dir schwer zuzugeben?
Zuzugeben, dass ich eines meiner Werke mag und dieses für mich als perfekt empfinde, da ich sehr selbstkritisch bin.
4. Was ist Dein grösster Widerspruch?
Mein grösster Widerspruch ist wahrscheinlich, dass ich nach aussen oft ruhig und gelassen wirke, innerlich aber sehr viele Gedanken habe. Ich beobachte viel, denke Dinge lange durch und mache mir oft mehr Gedanken, als mir anzusehen ist.
5. Hast Du ein (geheimes) Talent oder einen Flex, der mit blossem Auge nicht erkennbar ist?
Ich verfüge über ein fundiertes Weinwissen, da ich die Ausbildung zum Weinakademiker absolviert habe.
6. Wie hältst Du Dich gesund?
Durch die berufliche Tätigkeit als Eishockeyprofi sowie eine ausgewogene Ernährung.
7. Worauf bist Du (heimlich) stolz?
Papa zu sein.
8. Hast Du mal was gebrochen?
Ja, ich hatte schon mehrere Brüche.
9. Auf was bist Du allergisch?
Katzenhaare.
10. Wer war Dein grösster Celebrity-Crush?
Jennifer Aniston.
11. Wie viele Pflanzen hast Du?
Zirka 11.
12. Hast Du ein Guilty Pleasure?
American Football und ein Glas Rotwein.
13. Welche Superkraft würdest Du Dir aussuchen?
Die Zeit anhalten.
14. Welcher Podcast, Buch oder Film haut Dich vollkommen weg?
Der GuildSomm Podcast.
15. IN welchen Momenten fühlst Du Dich frei?
Beim Campen mit meinem VW-Bus.
16. Wie ist Dein kreativer Prozess?
Ich lasse mich von meiner Umgebung und der Natur inspirieren, skizziere Oberflächenstrukturen, die sowohl von alten Gebäuden, Fassaden oder rostigen Gerüsten als auch von Rinden, Blättern und Holz stammen können und füge die passenden Elemente schliesslich auf der Leinwand zu einem Ganzen zusammen. Aus dieser Auseinandersetzung mit meiner Umgebung hat sich mit der Zeit eine eigene, innere Bildwelt herausgebildet und genau diese zeigt sich nun in der Serie «Artefakte». Sie markiert einen Übergang und verbindet meine bisherigen Arbeiten der letzten Jahre mit einer neuen, inneren Bildwelt. Die Werke erscheinen in Form von Artefakten, die aus den Ruinen einer von mir erdachten, imaginären Welt gerettet wurden. Im Zentrum stehen geheimnisvolle Figuren und Zeichen. Diese Werke stellen keine blossen Abbildungen dar. Vielmehr wider-spiegle ich Bilder aus meinem Geist. Es handelt sich um Sammlungen von Erfahrungen, die ich in eine neue Form bringe und dadurch anwendbar mache.
17. Wann hast Du Deine kreative Ader entdeckt?
Das begann schon früh. Ich konnte schon als Kind stundenlang zeichnen und malen.
18. Wie ist es für Dich Künstler zu sein?
Obwohl es nicht mein Beruf ist, erlebe ich diese Welt als sehr abwechslungsreich. Im Austausch mit anderen Künstler:innen entstehen inspirierende Gespräche.
19. Wie war es als Du Dein erstes Bild verkauft hast?
Das war ein besonderer Moment, den ich nicht vergessen werde. Es war eine Mischung aus Freude und einem kleinen Abschiedsschmerz. Ein Bild ist wie ein eigenes Kind, an dem man lange gearbeitet und ins Herz geschlossen hat und wenn es dann das Nest verlässt, wünscht man sich einfach, dass es bei der neuen Person gut aufgehoben ist und einen Platz findet, an dem es wirklich gesehen und geschätzt wird.
20. Welche:n Künstler:in tot oder lebendig würdest Du zum Essen einladen?
Henri Matisse.
21. Was würdest Du kochen?
Für Henri Matisse würde ich eine Rindshuft während zwei bis drei Stunden niedergaren und sie mit einem cremigen Safranrisotto servieren. Dazu gäbe es eine Flasche Château Mouton Rothschild 1945, einen legendären Jahrgang. Ein aussergewöhnlicher Wein wie Matisses Kunst.
22. Was ist total überbewertet?
Die ganze No-Low-Weinszene.
23. Was ist total unterbewertet?
Der Prozess statt nur das fertige Werk. Alle sehen nur das Endergebnis, aber der eigentliche Wert entsteht vorher, im Suchen, Experimentieren und manchmal auch im Scheitern.
24. Womit kannst Du stets beglückt werden?
Zeit mit meinem Sohn und meiner Frau zu verbringen.
25. Was darf in Deinem Kühlschrank nicht fehlen?
Meine Ingwer-Shots sowie eine Tafel Schokolade.
26. Welches ist Dein Lieblingsglace?
Schokolade.
27. Weshalb hast Du letztens laut heraus gelacht?
Beim Abräumen des Tisches hatte ich eigentlich keine Hand mehr frei, trotzdem meinte ich, den Halbrahm noch auf etwas anderem balancieren zu können. Natürlich kam es, wie es kommen musste. In der Küche fiel er zu Boden. Meine Frau und ich mussten einfach laut lachen.
28. Welches Risiko hat sich für Dich am meisten gelohnt?
Als ich von Lugano nach Baar gezogen bin. Der Entscheid hatte mit meiner beruflichen Situation zu tun, obwohl diesbezüglich noch vieles ungewiss war. Trotzdem habe ich den Schritt gewagt und rückblickend war es genau die richtige Entscheidung.
29. Erzähl mir von einem (magischen) Zufall!
Als ich gerade erst mit der Ausbildung zum Weinakademiker begonnen hatte, waren meine Frau und ich auf den Seychellen in den Ferien. Dort trafen wir völlig unerwartet einen Kollegen, mit dem ich zuvor das WSET-Level 3, also die Vorstufe zum Weinakademiker, absolviert hatte. Wie es der Zufall wollte, befand er sich damals bereits im letzten Jahr der Ausbildung zum Weinakademiker, was ich gar nicht gewusst hatte. Er gab mir einige sehr wertvolle Tipps, die mir später bei den Prüfungen immens geholfen haben. Diese Begegnung ausgerechnet auf den Seychellen fühlte sich für mich wirklich wie ein magischer Zufall an.
30. Wo hast Du Deine Liebe kennengelernt?
Das ist eine lange Geschichte...
31. Wie hat Dich die Vater-Rolle veränderet?
Die Vater-Rolle hat vor allem mein Verantwortungsgefühl verändert. Seit ich Vater bin, denke ich viel bewusster über die Zukunft nach, weil meine Entscheidungen nicht mehr nur mich selbst betreffen.
32. Willst Du mich was fragen? ⬇️⬇️⬇️
Was war Dein prägendstes Erlebnis mit dem FENSTER DER MÖGLICHKEITEN?
Für mich gibt es in dem Sinne keinen Moment, der für sich isoliert heraussticht. Vielmehr waren es die vielfältigen Begegnungen mit mir grösstenteils fremden Menschen aus unterschiedlichen Kreisen. Bis vor der Pause habe ich alle Interviews im Dialog erlebt, wobei ein einzigartiger, tiefgründiger Austausch stattfand, welcher es erlaubte abzuschweifen und das reale Leben zum Vorschein kam. Dadurch entstand eine intensive, spontane und unmittelbare Vertrautheit. Diese sowie unzähligen Momente ausserhalb dieses Rahmens bspw. bei Installationen und Vernissagen bereicherten mich spürbar. Ich finde es faszinierend, wie der Fokus auf das Kreieren und Geniessen von Kunst ein soziales Zusammentreffen aus verschiedenen Lebenswelten verbindet, ähnlich wie beim Sport, nur ohne Wettkampfgeist, quasi mehr “Sein” statt “Leisten” - zumindest bei mir ;)
Auch der mir entgegengengebrachte Enthusiasmus und die Wertschätzung meinem Projekt gegenüber nähren meine Seele und spenden mir Kraft. Diese Resonanz fühlt sich wie ein Spiegel meiner eigenen Freude an. Hinzukommend überraschte mich die Grosszügigkeit mancher Kreativschaffenden teils unsäglich - genauso wie deren Talent und Fähigkeit, ihre Kreativität auszuleben sowie in Form eines Werks zu manifestieren.
Darüber hinaus fühlt es sich für mich sehr wild und frei an, dass ich ausserhalb der “Kunst-Bubble” dieses Projekt ins Leben gerufen habe, frei von wirtschaftlichen Ansätzen sowie mit meiner Begeisterung an der Kunst eine Solidarität/Inklusion lebe, wie ich es mir für unseren Planeten wünsche.
Zudem habe ich mit dem FENSTER DER MÖGLICHKEITEN ganz nach dem Motto: “Eifach mache” stetig meinen Erfahrungskoffer erweitert und dabei viel über mich selbst, meine Bedürfnisse und Grenzen gelernt.
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